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17.02.2022

Enkeltochter übernimmt Bestattungsunternehmen
Tradition und Wandel – neue Geschäftsführung bei Bestattungen Peine

Schwabach. „Tradition ist nicht das Bewahren der Asche, sondern das Schüren der Flamme“, so wird der französische Historiker Jaun Jaurés zitiert. Traditionen und Neuerungen gehen oft Hand in Hand. Vor diesem Hintergrund verabschiedet sich der Bestatter Erhard Peine aus Schwabach gemeinsam mit seiner Frau Gerda Peine in den Ruhestand und übergibt zum Jahreswechsel das Bestattungsinstitut an Enkeltochter Krystina Peine. Die junge Bestattermeisterin ist bereits seit 2016 im Unternehmen und führt die Geschäfte nun im Namen ihrer Großeltern in eine neue Generation.
Hinter den Türen des Bestattungshauses steckt eine lange Unter­nehmens­geschichte. 1944 gründet Erich Peine eine Schreinerei und legt damit den Grundstein für das Familienunternehmen. Als im Jahre 1960 Sohn Erhard Peine als Lehrling in die Schreinerei eintritt, werden bereits die ersten Sterbefälle bearbeitet und Verstorbene im eigenen Bestattungswagen überführt. Nachdem Erhard Peine 1978 die Prüfung zum Schreinermeister ablegt, übernehmen er und seine Frau ein Jahr später den elterlichen Betrieb. Als Sohn Robert Peine 1987 im Familienbetrieb in die Lehre geht, liegt nun der Fokus mehr und mehr auf dem Bereich Bestattungen. Tochter Petra Peine tritt 2003 ebenfalls in das Unternehmen ein. Nach ihrem plötzlichen Tod übernimmt Krystina Peine ihre Aufgaben. Sie legt daraufhin in Rekordzeit grundlegende Qualifikationen ab: So absolviert die junge Frau 2018 die Ausbildung zur Bestattungsfachkraft und 2020 als Jüngste in Deutschland im Alter von 20 Jahren die Meisterprüfung. Das Unternehmen verfügt heute über drei Filialen in Schwabach (Hauptsitz), Nürnberg-Katzwang und Wendelstein. Auch nach fast 80-jähriger Familientradition ist nun die Unternehmensnachfolge geregelt.


Tradition und Qualifikation: Der Blick richtet sich nach vorn
Krystina Peine möchte sich aber nicht mit den Lorbeeren ihrer Großeltern schmücken. „Wir blicken zwar auf eine lange Familientradition zurück“, erklärt die neue Geschäftsführerin. „Tradition ist aber für mich kein Qualitätsmerkmal, sondern einzig die eindrucksvolle Geschichte eines Familienunternehmens, in das ich dankenswerterweise hineingeboren wurde. Qualität jedoch erreichen wir durch persönliche und fachliche Expertise sowie durch den Mut zum Wandel.“ Ehrgeizig und voller Tatendrang verfolge sie ihre eigenen Ideen und stelle so die Weichen Richtung Zukunft, ist sich Krystina Peine sicher.
Als Grundlage dient ihr unter anderem das Markenzeichen der Bestatter. Seit 2009 ist Bestattungen Peine zertifiziert. Die DIN EN 15017 regelt hierzu die Qualitätsmerkmale für Bestattungsdienstleistungen, zum Beispiel in den Bereichen der hygienischen Versorgung von Verstorbenen, des Trauergesprächs sowie der Ausstattung von Bestattungswagen. Dass den Dienstleistungen von Bestattungsunternehmen damit auch eine regelhafte Basis zugrunde liegt, begrüßt Krystina Peine: „Die Bestattungsbranche ist im Wandel. Es gelten heute andere Maßstäbe. Einzigartige Trauer- und Beratungskonzepte, Qualität und nicht zuletzt das Thema Nachhaltigkeit erfordern ein hohes Maß an Kompetenz und Fingerspitzengefühl“, erklärt sie. Die junge Bestatterin und frischgebackene Geschäftsführerin sieht in der Familientradition Herausforderung und Chance zugleich.
Dass sich Tradition und der Blick nach vorn die Hand geben, wird sich noch einige Zeit bei Bestattungen Peine zeigen: Die Großeltern werden der Geschäftsführerin zumindest im Alltagsgeschäft noch unterstützend zur Seite stehen, auch wenn die Verantwortung dieser neuen großen Aufgabe, die Administration sowie das Personalmanagement für insgesamt neun Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nun allein in den Händen der jungen Bestattermeisterin liegen.